Description
Der Autopilot Garmin Reactor™ 40 für hydraulische Ruderanlagen in Kombination mit dem Instrument GHC™ 50 bildet eine fortschrittliche Navigationslösung für Boote mit hydraulischer Steuerung. Dieses System stellt innerhalb der Garmin-Autopilot-Palette eine aktuelle Komplettlösung dar und bietet eine leistungsstarke Alternative zu Konkurrenzmodellen von Raymarine oder B&G. Es zeichnet sich durch eine dedizierte Benutzeroberfläche und eine nahtlose Integration in das Garmin-Ökosystem aus. Das Herzstück des Systems ist die Kurssteuereinheit (CCU), der primäre Sensor des Reactor-40-Systems, der präzise installiert werden muss – fernab von magnetischen Störquellen (mindestens 60 cm von eisenhaltigen Bauteilen, Magneten, Starkstromleitungen und intermittierenden Pumpen sowie 1,5 m von großen Magneten entfernt). Für optimale Leistung ist die CCU auf einer starren Fläche nahe dem Drehzentrum des Bootes, auf der Mittschiffslinie, tief und leicht nach vorne versetzt zu montieren. Das 5 Meter lange CCU-Kabel darf nicht gekürzt werden und kann bei Bedarf mit Verlängerungskabeln erweitert werden.
Optimierte Installation und Konfiguration
Die Installation des Reactor™-40-Systems erfordert aufgrund der Komplexität hydraulischer und elektrischer Rudersysteme die Expertise eines qualifizierten Marine-Elektrikers. Die elektronische Steuereinheit (ECU) muss auf einer ebenen, nicht überflutungsgefährdeten Fläche und in einem Abstand von maximal 0,5 Metern zur hydraulischen Pumpe (separat erhältlich) montiert werden, da die Verbindungskabel zur Pumpe nicht verlängerbar sind. Die ECU wird mit 12–24 V Gleichspannung betrieben. Der integrierte Shadow-Drive™-Sensor in den hydraulischen Ruderleitungen erkennt manuelle Ruderkommandos und unterbricht daraufhin den Autopilotenbetrieb. Er ist horizontal zu montieren, mit mindestens 305 mm Abstand zu magnetischen Materialien, näher am Ruderstand als an der Pumpe und auf halber Höhe zwischen der tiefsten Ruderposition und der Pumpe.
GHC-50-Schnittstelle und Netzwerkintegration
Das Instrument GHC™ 50 dient als dedizierte Steueroberfläche für den Autopiloten. Es wird bündig eingebaut; Schablone und Befestigungsmaterial (Holzschrauben oder Mutterplatten mit Maschinenschrauben) sind im Lieferumfang enthalten und garantieren eine stabile Montage. Die Stromversorgung erfolgt über das NMEA-2000-Netzwerk, eine separate Spannungsversorgung ist nicht erforderlich – dies vereinfacht die Verkabelung. Über das NMEA-2000-Netzwerk kommuniziert das GHC 50 mit den anderen Autopilotkomponenten und NMEA-2000-Geräten (z. B. GPS-Antenne oder Windsensor). Für das Netzwerk ist eine einzige NMEA-2000-Spannungsversorgung (9–16 V Gleichspannung) erforderlich, die über einen Schalter anzuschließen ist, um Batterieentladung zu vermeiden. Der Reactor™-40-Autopilot wird über intuitive Assistenten (Dockside Wizard und Sea Trial Wizard) konfiguriert. Diese führen den Benutzer durch die Schritte zur Kalibrierung des Rudersensors, zur Ruderfunktionstest, zur Auswahl der Geschwindigkeitsquelle (NMEA-2000-Tachometer oder GPS), zur Kompasskalibrierung und zum Autotune – für eine präzise Anpassung an die Bootsdynamik. Bei unbekannter Herkunft des NMEA-2000-Netzwerks wird ein NMEA-2000-Leistungsisolator (010-11580-00) empfohlen, um Kompatibilität und Systemstabilität zu gewährleisten.






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